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SMART Ziele definieren

Wird auf Managementforscher und Unternehmensberater Peter Drucker (1909–2005) zurückgeführt. Es dient z. B. im Projektmanagement, im Rahmen von Mitarbeiterführung und Personalentwicklung als Kriterium zur eindeutigen Definition von Zielen im Rahmen einer Zielvereinbarung („Management by Objectives“).

SMART ist ein Akronym und steht für Specific Measurable Achievable Reasonable Time-bound. In Deutsch steht das Akronym für gewöhnlich für Spezifisch Messbar Attraktiv Realistisch Terminiert.

  • Spezifisch: Der gewünschte, in der Zieldefinition angestrebte Zustand soll genau beschrieben, die entsprechende Formulierung leicht verständlich sein. Die Beschreibung soll so genau wie möglich ausfallen. Eventuell 5W anwenden (Was, Wer, Wieso, Wo, Womit)
  • Messbar: Die Kriterien, anhand derer die Zielerreichung festgestellt werden kann, müssen benannt sein. Dabei kann es sich um quantitative Kriterien (Stückzahl, Geld, etc… „harte Indikatoren“) handeln oder auch um qualititive (Projektabschluss… „weiche Indikatoren“).
  • Attraktiv: Warum genau ist es für die Person zugeschnitten? Was ist die Motivation? Wird es von den beteiligten Personen angenommen? Deckt es sich mit den Werten der beteiligten Personen?
  • Realistisch: Die Ziele sollten ambitioniert, jedoch unter den gegebenen Umständen erreichbar sein. Stehen genügend Ressourcen zur Verfügung, um das definierte Ziel in der definierten Zeit zu erreichen? Überprüfen, ob das Ziel auch Relevant ist.
  • Terminiert: Ein Termin muss festgesetzt sein, zu dem das Ziel erreicht wird. Die Definition von Zwischenzielen kann hilfreich sein (Stand nach 1 Monat, nach 6 Monaten, …)
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Paardialog

Vereinbarung.

Beim bewusstmachenden Paar-Dialog gibt es immer einen Sender und einen Empfänger. Derjenige, der eine Frustration oder ein Anliegen vorbringen will, ist der Sender und somit derjenige, der um einen Dialog bittet. Wenn nicht sofort Zeit dafür ist, macht man einen verbindlichen Termin aus, für dessen Einhaltung der Empfänger (!) verantwortlich ist.

Spiegeln.

Die beiden Partner setzen sich gegenüber. Der Sender drückt seine Frustration in ein paar Sätzen aus. Also etwa: „Es ärgert mich, wenn du einfach zu spät kommst, ohne vorher anzurufen.“ Der Empfänger wiederholt diese Aussage mit: „Ich höre, du sagst, es ärgert dich, wenn ich … Hab‘ ich das gut gehört?“ Wenn er alles richtig gespiegelt hat, fährt der Empfänger fort mit: „Gibt’s da noch etwas über das? Erzähl mir mehr darüber!“ Dieses Spiegeln wird so lange wiederholt, bis der Sender sagt, dass es nichts weiter zu dem Problem zu sagen gibt.

Zusammenfassen.

Der Empfänger sagt: „Also, lass mich sehen, ob ich wirklich alles gehört habe …“ und fasst das Wichtigste zusammen. Am Schluss vergewissert er sich beim Sender noch einmal mit „Habe ich alles gehört?“ Achtung: Jetzt ja nicht mit Rechtfertigungen anfangen!

Gelten lassen.

Der Empfänger erweist der Realität des Senders Respekt mit den Worten: „Ich verstehe, was du sagst. Und es macht Sinn für mich, weil … (z. B. es ärgerlich ist, zu warten, ohne Informationen für den Grund zu bekommen).“ Solche Bestätigungssätze vermitteln dem Sender, dass seine subjektive Erfahrung statthaft ist und ihre eigene Logik besitzt. Es bedeutet allerdings NICHT, dass Sie zwangsläufig mit dem Standpunkt des Partners einverstanden sind oder dass es Ihr eigener wäre.

Mitfühlen.

Nun muss der Empfänger versuchen, die Gefühle des sendenden Partners anzuerkennen, sich darauf einzulassen und bis zu einem gewissen Grad auch zu erfahren. Er sagt also: „Ich stelle mir vor/ich kann nachempfinden, was du vielleicht fühlst, … wenn ich einfach zu spät komme, ist Wut. Vielleicht hast du auch Angst, du bist nicht wichtig für mich. Oder du fürchtest, ich komme irgendwann einfach gar nicht mehr – und das muss ein schreckliches Gefühl sein.“ Wenn er damit falsch liegt, soll der Sender sagen, was er wirklich fühlt. Nachdem auch das wieder gespiegelt wird, fragt der Empfänger wieder: „Gibt es noch etwas darüber?“

Tauschen.

Wenn es nichts mehr zu der Frustration des Senders zu sagen gibt, soll eine kurze Pause gemacht werden. Dann fragt der Empfänger: „Können wir tauschen?“ Wenn dies bejaht wird, geht nun er in die Rolle des Senders und bringt sein Problem oder seine Sichtweise auf den Tisch.

Quellen

  • https://wienerin.at/so-funktioniert-die-imago-therapie

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ACT – Akzeptanz- und Commitmenttherapie

https://actpraxis.de/wp-content/uploads/2017/05/ACT_Matrix-AnleitungArbeitsblatt.pdf

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Zentrierung

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ToDo Erstsitzung

  • Beziehung aufbauen
  • Ins Hier und Jetzt kommen (Wie geht’s? Was hast du mitgebracht? …)
  • Themen identifizieren
  • Ziele definieren
  • Zeit und (Geld-)Leistung vereinbaren
  • Kriterien der Zielerreichung festlegen
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Die fünf Säulen der Identität

nach Hilarion Petzold

  1. Leiblichkeit (Gesundheit/Krankheit, Leistungsfähigkeit, Attraktivität)
  2. Soziales Netzwerk (Zugehörigkeit, Ressourcen)
  3. Arbeit und Leistung (Erfolgserlebnisse, Verwirklichung, Anerkennung)
  4. Materielle Sicherheit (Kapital, Wohnsituation)
  5. Werte (Was ist mir wichtig? Wofür stehe ich? Woran glaube ich?)
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DynaMind

Selbsthilfetechnik von Serge Kahili King (PhD Psychology), zusammengeführt aus Hawaiianischen und Afrikanischem Schamanismus/Philosophie, NLP, etc.

Vorbereitung

  • Problem identifizieren
  • Skalierungsfrage stellen („Wenn du an dein Problem denkst, auf einer Skala von 0 bis 9, wie schlimm fühlt sich dein Problem an?“)

Änderungssuggestion

  • Geste: Gerade hinsetzen, Hände ruhen im Schoss, die Fingerspitzen berühren sich. Geht auch im Stehen, wenn bequem.
  • Sprechen: „Ich habe ein Problem (ersetzen mit vorliegendem Problem). Das kann (s)ich ändern. So soll es sein.“
  • Klopfen: 7 mal auf’s Brustbein, 7 mal auf den „Stresspunkt“ zwischen Daumen und Zeigefinger auf der linken Hand, dann rechts, 7 mal auf die unteren Wirbel der Halswirbelsäule
  • Atmen: Tief einatmen, tief ausatmen (eventuell vorstellen durch den Kopfscheitel einzuatmen, durch die Füße auszuatmen). 3 mal wiederholen.
  • Einige Male wiederholen, Skalierungsfrage nach einigen Wiederholungen erneut stellen. Wenn das Problem „reduziert“ ist, Zukunftssuggestion verwenden

Zukunftssuggestion

  • Wunsch/Fähigkeit artikulieren, z.B. „Ich kann… (Gegenteil von Problem). Das kann ich. So ist es.“
  • Sprechen/Klopfen/Atmen einige Male wiederholen.
  • Skalierungsfrage nach Wohlbefinden (so oft wiederholen, bis hoch)

Quellen

  • http://www.huna.org/AlohaProject/dmtgerm.html

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Checklist Unglücklich

  • Bedürfnispyramide (Grundbedürfnisse, Sicherheit, Soziales Netzwerk, Selbstwert, Selbstverwirklichung)
  • Psychische Grundbedürfnisse (Lust/Unlustvermeidung, Orientierung/Kontrolle, Beziehung/Bindung, Selbstwert/Selbstschutz)
  • Darmbakterien (Lactobaz. longum)
  • Bewegung
  • Sonne
  • Ordnung schaffen/halten
  • Geduldig sein / Erwartungen zügeln (Wut, Begierde, Gleichgültigkeit)
  • Massage
  • Aufschreiben, was alles gut funktioniert (hat), wofür man dankbar ist
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Leerer Stuhl

Tool aus Gestalttherapie – Integrative Gestalttherapie nach Perls

Laut Gestalt ist die Technik ein Experiment. Experimente fordern die KlientIn auf, ihr inneres Erleben nicht nur zu erkennen, sondern auch auf der Verhaltensebene auszudrücken. Die KlientIn wird so zur Regis-seurIn ihrer Lernerfahrungen, von der TherapeutIn ermutigt, die beratend und den Prozess leitend an der Schaffung des Szenariums wirkt, für das aber die KlientIn selbst Inhalt und Fühlen liefert (vgl. Wagner).

Notizen aus GSE mit Bitzer-Gavornik:

  • Was spürst du (körperlich)?
  • Wenn das (z.B. der Knoten im Hals/dein Herz/…) sprechen könnte, was würde es sagen?
  • Beim Wechseln zwischen den Stühlen immer wieder paraphrasieren („Anna, deine Mutter hat dir gerade gesagt ….“). Was sagst du darauf? Wie fühlt sich das an?
  • Mit Gegenständen arbeiten (z.B. Gürtel bei Brustraumeinschnürung) und darüber verhandeln, wie man diesen Gegenstand weg bekommt (z.B. Last ist Rucksack [den man jemandem zurückgeben kann])
  • Anteile auf Stuhl setzen (die Erwartungen meiner Mutter in mir, die so heißt wie ich)

Beispiele zu den Verantwortung-fördernden Interventionen: statt „Mein Hals ist wie zugeschnürt“, „Ich schnüre mir den Hals zu“ oder „Ich kann nicht sagen, wie weh mir das tut“, wird geändert in „Ich will nicht sagen (oder spüren) wie weh mir das tut“.

Einstieg

Der Einstieg über Fremdwahrnehmung erfolgt über die TherapeutIn, die die KlientIn beobachtet und sie anregt sich selbst wahrzunehmen und diese Wahrnehmung selbst zu interpretieren. Hartmann-Kottek nennt Beispiele für so eine Anregung: „Haben Sie eben Ihre Reaktion bemerkt? Wollen Sie sie nochmals wiederholen –oder vielleicht sogar verstärken, ein wenig überzeichnen? Was erleben Sie dabei? Was könnte diese Reaktion sagen wollen, wenn sie sprechen könnte, -im Zusam-menhang dessen, was sich hier gerade abspielt?“ Hartmann-Kottek konstatiert in diesem Zusammenhang: „Man kann jede der Auffäl-ligkeiten, jedes Verhalten, jeden Rollenaspekt, der sich im gegebenen Kontext zeigt, zum Gegenüber machen, auf einen Projektionsstuhl setzen, und auf den Vorteilihrer Existenz hin untersuchen.“

Einstieg über Selbstwahrnehmung: Auf der körperlichen Ebenezeigen sich oft Symptome, die von außen nicht wahrgenommen werden, aber von der PatienIn aus ihrer Innenwahrnehmung heraus als Beitrag dienen können. Als Beispiele hierzu sollen an dieser Stelle u.a. Herzklopfen, inneres Frieren, Oberbauchkrämpfe, Schmerzen aller Art oder Atemnot genannt werden.

Auf der psychischen Ebene kann jede spontane Befindlichkeit als Einstieg dienen, z.B. eine unerklärliche Traurigkeit, oder spontane Gereiztheit. Ebenso können Wunschvorstellungen oder Katastrophenfantasien, Unruhe und Getriebenheit, Ängste (wie Verfolgungs-oder Versagensangst), Depression (inklusive Ohnmachts-gefühle und Lähmungsphänomene), Selbstunsicherheit, aber auch Gelungenes, Glück und Freude als Einstiegsthemen dienen.

Literatur

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Ressourcenarbeit

Ressourcenorientierte Arbeit geht von der Annahme aus, dass jeder Mensch eigene Copingstrategien für anstehende Handlungsanforderungen entwickelnkann. Grundannahme ist das Postulat, dass unsere Lebensführung, unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden abhängig sind von der Verfügbarkeit und dem Einsatz von Personen und Umweltressourcen. In einem zirkulären Prozess beeinflussen sich Kontextressourcen und persönliche Ressourcen, hierbei passen nicht alle Ressourcen auf alle Bedürfnisse. Entscheidend ist die jeweilige Passung.

Klassische Fragen

  • Ressourcen aus der Vergangenheit aktivieren (Was haben Sie früher gemacht? Welche Hobbies hatten Sie früher? Was wollten Sie früher werden? Was hat Sie früher interessiert? Was hat Ihnen früher Freude gemacht?
  • Welches Verhalten von anderen hat Ihnen geholfen?
  • Was tun oder taten Sie, um hilfreiche Personen zu bewegen, Ihnen zu helfen?
  • Was hat Sie im Leben bewegt und inspiriert, wenn Sie sich an Zeiten erinnern,in denen Sie sich gut gefühlt haben?
  • Welche Personen, Orte oder Dinge haben Sie zwischen den Terminen (in der Vergangenheit) aufgesucht, die Ihnen wenigstens etwas Ruheempfinden oder Hilfe bringen konnten?
  • Welche Stärken hatten Sie?
  • Was würde ein Mensch, der Sie gut kennt, nennen, was Sie besonders gut können oder was Sie auszeichnet?
  • Welche Ihrer Fähigkeiten würden Sie gern noch weiter ausbauen?
  • Was ermöglichte Ihnen, die Ressourcen zu nutzen?

5 Säulen als Ressourcen

  • Leiblichkeit/Körper/Gesundheit
  • Soziales Netzwerk / Familie / Freunde
  • Beruf und Leistung
  • Materielle Sicherheit
  • Werte / Glaubensvorstellungen

Metaebene

Frage-Interventionen, die implizit den Befragten schon zum Einschätzen bringen d.h. ihm Bewältigungskompetenz zutragen. Dabei ist die Antwort nicht das wichtigste, sondern überhaupt sich die Frage zu stellen.

  • Wie schwer/leicht schätzen sie ein? (Symptom, Veränderung, Leben, erste Schritte, spätere Schritte, entscheidende Schritte, Zeit danach)
  • Wie viel Einsatz, Motivation, Hoffnung, Wille, haben Sie?
  • Wann haben Sie XY zuletzt gemacht? (Veränderung, Entscheidung, Rollenwechsel)
  • Etwas ähnliches schon erfahren (Schwierigkeiten überwunden, Stolz auf sich, Risiko eingegangen und gewonnen)
  • Die eigene Situation von außen betrachtet (Weltall, vom anderen Standpunkt, vom Lebensende, aus der Vogelperspektive, Ihr bester Freund, Ihre beste Freundin, eine noch nicht vorhandene spätere beste Freundin)

Leaden

„Wer fragt, führt!“

Ich frage mich…

  • … ob Sie das schon jetzt ändern wollen?
  • … wie sie das ändern werden?
  • … wann sie das ändern werden?
  • Und dazu fällt mir eine Geschichte ein von einem ähnlichen/ganz anderen Fall ein…
  • Und je mehr ich zuhöre und Sie verstehe, desto eher …
  • Was wohl in ihrer Geschichte an Lösung steckt…
  • Wenn ein andere sie hören würde, was würde er sagen/Ihnen raten?

Utilisieren

  • Haben Sie schon einmal diese Fähigkeit eingesetzt um …
  • Ein Mensch in Ihrer Situation X kann das so machen
  • Das besondere ihrer Situation im Vergleich zu anderen … ermöglicht diese Vorgehensweise.
  • Dabei ist ihre Lage insofern anders als …
  • Ein Mensch mit Ihrer Eigenschaft X kann das so angehen.
  • Ein Mensch, der dieses Hobby X hat, wird eine besondere Lösung (er)finden.
  • Ein Mensch mit dieser Lebensgeschichte wird das wie lösen?

Literatur